… wobei man das „ungeschlagen“ ehrlicherweise relativieren muss, denn das zweite Saisonspiel gegen HTV 3 ging trotz Aufholjagd im letzten viertel mit 56:64 verloren. Aufgrund eines zu spät gemeldeten Spielers auf Seiten des HTV, entschied die Staffelleitung nachträglich auf Sieg für den TSV Wieblingen.

Insgesamt liefen die ersten Saisonspiele alle noch nicht so ganz rund. Das war auch nicht sehr verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft erst eine Woche vor dem ersten Spiel das erste Mal vollständig trainieren konnte.

Sebastian Waag, Patrick Aubertin, Samir Bigdeli, Andreas Schönit, Edoardo Leva und Hewitt Robert waren von der letztjährigen Mannschaft noch dabei. Mit Michael Schönit und Lorenz Kiesel folgten zwei junge Talente ihren großen Brüdern zu den Füchsen (und nebenbei zum Studieren nach Heidelberg :-) ). Beide waren natürlich erst zum Semesterbeginn kurz vor dem ersten Saisonspiel da, auch wenn sie vorher schon das ein oder andere Mal mit uns trainierten. Henning Wacker wagte den Schritt aus der dritten in die zweite Mannschaft, während Jochen Gossmann sich nach seinem Bänderriss aus der Vorsaison in den Dienst der Herren 3 stellte, um langsam wieder in den Spielfluss zu kommen. Tobias Wedemeier musste aufgrund der schweren Knieverletzung aus der Vorsaison leider aussetzen, unterstütze die Mannschaft jedoch erfreulicherweise immer wieder als Zuschauer bei den Spielen.

Die übrigen Plätze nahmen Spieler der U18 ein, wobei Jakob Dillschneider sich von beginn an einen Stammplatz in der Rotation erspielte. Johannes Lutz und Cornelius Niese kämpften sich nach und nach in die Mannschaft und Jakob Nenner und Niclas Centner halfen nur gelegentlich bei Spielen aus.

Auch Jochen Gossmann und Oliver Lippert halfen von der Herren 3 bei wichtigen Spielen - wenn „Not am Mann“ war - bei der Herren 2 aus.

Genügend Talent um den Ball in den Korb zu werfen - auch von weiter weg - war in der Mannschaft vorhanden. So beließ es Trainer Daniel Ryklin bei wenigen Systemen und arbeitete vorwiegend an der Verteidigungsarbeit seiner Spieler. Gewohnt kleinlich, ließ er seine Spieler wissen, wenn ihm ein Schritt oder einer Armbewegung nicht passte. Ob die Mannschaft hinten lag oder deutlich führte, war zweitrangig.

Nach den ersten 3-4 Spielen und ein paar Wochen Training, spielten sich die Männer so langsam ein und kam in den Rhythmus. Mit durchschnittlich 24 Punkten unterschied gewannen die Füchse meist recht deutlich ihre Spiele. Dafür arbeiteten die Spieler aber auch immer fleißig im Training und zeigten bei Spielen vollen Einsatz.

Die Auswärtsspiele bei den direkten Konkurrenten in Eppingen und Schwetzingen zählen in jedem Fall zu den Highlights der Saison. In Eppingen - noch recht früh in der Saison - lagen die Füchse vor einer beachtlichen Kulisse nach wenigen Minuten fast 20 Punkte zurück, drehten aber bis kurz nach der Halbzeit das Spiel. Vor allem durch eine hervorragende Freiwurf-Quote, trotz zahlreicher Heimfans, schafften es die Füchse in einem hitzigen Spiel die Kontrolle zu übernehmen und den Sieg nach Hause zu bringen. Ähnlich lief es beim letzten Spiel um die Meisterschaft beim TV Schwetzingen: Hier lagen die Füchse den Großteil des Spiels zurück, zeitweise auch fast 20 Punkte. Vor dem letzten viertel waren es noch 9, doch da platzte dann endlich der Knoten, Schwetzingen ging die Kraft aus und Wieblingen holte durch ein 26:7 im letzten viertel mit 77:67 die Meisterschaft!

Beide Spiele zeigten die große Moral und auch Qualität dieser Mannschaft, die sich den Aufstieg mehr als verdient hat. Besonders positiv ist noch zu erwähnen, dass als Patrick zur Rückrunde in die erste Mannschaft berufen wurde, und wegen Überschneidungen mit der Herren 1 auch Lorenz und Michael - somit zusammen drei Leistungsträger - fehlten, die anderen Spieler die Verantwortung übernahmen und trotzdem weiterhin die Spiele souverän gewannen.

Die halbe Mannschaft ist noch unter 20 Jahre alt und hat viel Entwicklungspotential. Nächste Saison wollen die Männer dann in der Landesliga angreifen und müssen sich dort erst mal auf das etwas schnellere, und wesentlich härtere Spiel einstellen. Wenn das schnell gelingt, hat die Mannschaft die Qualität auch dort oben mitzuspielen.