So, 17.04.2005, 15.30 Uhr, Rhein-Neckar-Halle Eppelheim: Landesliga Herren Nord


TV Eppelheim - TSV Wieblingen 36:22

Ganz anders als beim überzeugenden Heimsieg im Hinspiel war der TSV beim Nachbarn in Eppelheim chancenlos. Dem frühen 2:0-Rückstand ließ der TSV den direkten Ausgleich zum 2:2 folgen. Über 6:4 und 9:7 konnte Wieblingen ansatzweise Anschluss halten, hatte dabei jedoch immer wieder größere Rückstände aufzuholen. Schließlich mussten die Gäste abreißen lassen und ermöglichten es Eppelheim, auf 12:7 davonzuziehen. Und noch weiter konnte der Tabellenzweite den erspielten Vorsprung ausbauen. Bis zur Pause stand ein komfortables 10-Punkte-Polster zu Buche. Das Spiel war schon so gut wie gelaufen.
In der zweiten Halbzeit setzte sich dieser Trend fort. Anstatt eine Aufholjagd einzuleiten, musste Wieblingen die Gastgeber weiter davonziehen lassen. Bei vierzehn Treffern pendelte sich der Abstand schließlich ein. Auf Seiten des TSV, der seinen Kader für die beiden letzten Spiele mit den Müller-Zwillingen Markus und Tobias ergänzt hat, konnte einzig Tim Buchner seine Normalform abrufen. Spielführer Christian Dörr zog ein knappes Fazit des chancenlosen Auftritts: "Abhaken. Am Samstag spielen wir wieder."
Am Samstag, 23. April, 18 Uhr, ist im letzten Spiel der Landesliga-Saison der TV Edingen, mit dem der TSV Wieblingen noch eine Rechnung offen hat, zu Gast im Sportzentrum West. Bevor die Mannschaft in die Sommerpause geht, möchte sie sich mit einer Revanche für die 28:19-Niederlage aus dem Hinspiel standesgemäß bei ihren Zuschauern verabschieden.

Aufstellung und Torerfolge:
TSV Wieblingen: Rautenberg, Ruf - Buchner (11/3), Wehran (3/3), Schank (3), C. Dörr (2), Junkert (1), Laier (1), Neureither (1), M. Müller.
TV Eppelheim: Herb, Langbein - Mozgalon (1), Hubert (13/4), Stephan (6), Schumacher (3), Heier (1), Paramonov, Dürr (1), Horvath (4), Deisenroth, Adler (7)
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Daniel Holl

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So, 10.04.2005, 17.15 Uhr, Rauenberg: Landesliga Herren Nord


TSV Malschenberg - TSV Wieblingen 24:26

Mit nur neun Feldspielern reiste der TSV Wieblingen zum Kellerduell nach Malschenberg. Erstmals mit dabei: Frank und Markus Müller aus dem 1b-Kader sollten diesmal auf den chronisch unterbesetzten Außenpositionen für Verstärkung sorgen.
Doch Wieblingens Verletzungspech hält an. Nach dem Daniel Jung sich im vorigen Spiel gegen Malsch an der Hand verletzt hatte, erwischte es schon nach einer Viertelstunde den nächsten Rückraumspieler: Ulis Siegel verletzte sich zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit am Knöchel. Die Saison dürfte für ihn gelaufen sein. Doch durch eine geschlossene Mannschaftsleistung stellte das so dezimierte Team in den verbliebenen 45 Minuten sicher, dass der TSV bei zwei noch zu absolvierenden Spielen auf alle Fälle den zehnten Tabellenplatz halten wird.
Wieblingen begann wie gewohnt stark und lag schnell mit 0:4 in Front. Der Vorsprung hielt an, bis Malsch zur Aufholjagd blies und mit vier Toren in Folge zum 8:8 ausglich. Dem mitgereisten Wieblinger Anhang schwante Übles, als die Gastgeber auch noch selbst mit zwei Zählern in Führung gingen (12:10). Doch die Gäste hielten dagegen und konnten zur Pause noch ausgleichen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Malschenbergs Sander bereits seine dritte Zeitstrafe erhalten.
In Hälfte zwei konnte Wieblingen daraus Kapital schlagen. Der gut aufgelegte Bastian Rautenberg hielt seinen Kasten sauber, während seine Vorderleute wieder einen komfortablen Vorsprung erarbeiteten. Erwähnenswert war dabei besonders der Einsatz von Frank Müller, der bei seinem Debüt gleich volle 60 Minuten durchspielte und dabei vier Treffer beisteuerte. Bis auf vier Zähler wuchs der Vorsprung an, ehe Malschenberg noch einmal auf zwei verkürzen konnte (19:21). Doch Wieblingen zog wieder auf vier davon (20:24) - genug, um das Spiel über die Zeit zu bringen und so den erst zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren.

Aufstellung und Torerfolge:
TSV Wieblingen: Rautenberg, Ruf - Buchner (7/2), Wehran (5), Laier (5/2), F. Müller (4), C. Dörr (3), Siegel (1), Schank (1), M. Müller, Neureither.
TSV Malschenberg: T. Stephan, Paul - Sander, Thome (3), A. Stephan (7), D. Brucker (2), Maler (9/4), Lott (4), Nagel, Holfelder, Bötcher, Albuszies, Ritzhaupt.

Stenogramm:
0:4, 4:8, 8:8, 12:12, (Hz.), 13:16, 16:20, 19:21, 21:25, 24:26.

Daniel Holl

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So, 03.04.2005, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - TSV Malsch 31:28

Im ersten Spiel ohne Trainer Seganfreddo hat der TSV zu seiner Heimstärke zurückgefunden. Gegen Malsch lagen die Wieblinger die meiste Zeit in Front. Nach einer Schwächephase Mitte der zweiten Hälfte wurde der Sieg aber souverän unter Dach und Fach gebracht.
Die Verletzungssorgen vor allem auf Linksaußen erfordern weiter ungewöhnliche Maßnahmen: Christian Dörr spielte trotz anhaltender Muskelbeschwerden; als Ersatzmann gab erneut ein 1b-Spieler sein Landesliga-Debüt: Stefan Dörr.
Von Beginn an war klar, dass hier zwei Abwehrreihen auf einander trafen, die sich gegenseitig nichts schenken würden. Auf Wieblinger Seite war es in der Anfangsphase vor allem Uli Siegel, der dem Spiel mit einigen Toren, herausgeholten Siebenmetern und starker Verteidigung seinen Stempel aufdrückte. Durch zwei Konter von Stefan Junkert konnte sich der TSV auf 6:3 absetzen. Glück hatten die Gastgeber, als Siegel in der 11. Minute "nur" eine Zeitstrafe bekam: Sein Vergehen bei angehaltenem Spiel war einer Tätlichkeit bedenklich nahe gekommen. In der Folge fand Malsch zurück ins Spiel und glich wieder aus, ging beim 10:11 erstmals selbst in Führung. Wieblingen nutzte jedoch zwei Zeitstrafen gegen Rüdiger Speiser kurz vor der Pause und zog wieder auf 16:13 davon. In den Schlusssekunden gab Stefan Dörr mit einem Treffer von sehr weit Linksaußen seinen sehenswerten Einstand.
Nach der Pause erhöhte Wieblingen das Tempo und suchte eine frühe Vorentscheidung in zum Teil doppelter Überzahl (36.). Bis auf acht Tore wuchs der Vorsprung an. Dann nahmen die Gäste einen Rückraumspieler, vorzugsweise Tim Buchner, in Manndeckung und brachten so den Wieblinger Vormarsch zum Stoppen. Vier Tore in Folge deuteten eine Aufholjagd an, während Wieblingen sich am Malscher Bollwerk die Zähne ausbiss. Erst Christian Dörr brachte Wieblingen mit dem wichtigen Treffer zum 26:21 auf die Erfoglsspur zurück. Weitere wichtige Chancen blieben jedoch ungenutzt, so dass der Abstand bis zum Schluss konstant bleiben sollte. Tim Buchner besorgte mit dem 30:25 (57.) per Strafwurf die Vorentscheidung, Ralf Laier legte in der Schlussminute das 31:28 ebenfalls aus sieben Metern. Die makellose Siebenmeter-Bilanz - acht Schuss, acht Treffer - war ein wichtiger Baustein des Erfolgs. Ebenso wichtig war die größere Disziplin in der zuweilen hitzigen Partie: Bis zur direkten Roten Karte gegen Uli Siegel (59.) sprach das Zeitstrafenverhältnis von 4:9 klar für die Gastgeber.

Aufstellung und Torerfolge:
TSV Wieblingen: Rautenberg, Ruf - Buchner (10/3), Laier (9/5), Junkert (5), Siegel (4), Wehran (1), C. Dörr (1), S. Dörr (1), Jung, Schank, Neureither.
TSV Malsch: Sieger, Drescher - Walz (5), Hofstetter (5), Hartlieb (5/2), Spieler (4), Funkert (3/1), Speckert (3/1), Moser (2), Link (1), Müller.

Stenogramm:
2:2, 6:3, 9:9, 12:12, 16:13 (Hz.), 20:16, 23:16, 26:22, 31:28.

Daniel Holl

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So, 20.03.2005, 17.00 Uhr, Ketsch: Landesliga Herren Nord


TSG Ketsch - TSV Wieblingen 35:26

Die Personalsorgen beim TSV, die sich schon vor zwei Wochen in Schriesheim angekündigt hatten, gehen weiter: Nach Thomas Dörr gesellte sich nun auch Kapitän Christian Dörr (Muskelfaserriss) ins ohnehin schon gut gefüllte Wieblinger Lazarett. Um die entstehenden Lücken auf den Außenpositionen zu schließen, wurden zwei Spieler aus dem 1b-Kader kurzfristig zur Ersten berufen: Spielertrainer Steffen Hahn auf links und Linkshänder Oliver Rink auf rechts.
Als wäre dies noch nicht genug, dezimierte sich die zusammengewürfelte Mannschaft auch noch selbst - und das noch vor der Pause: Steffen Hahn bekam nach einer Attacke von hinten direkt die Rote Karte gezeigt; Tim Buchner kassierte drei Zeitstrafen und durfte ebenfalls auf der Tribüne Platz nehmen.
In dieser Situation gab es gegen die souverän aufspielenden Ketscher, die immerhin die Tabellenführung im Blick hatten, nichts zu holen. Das wurde schon in der Anfangsphase deutlich, als die TSG von 3:3 auf 9:3 davonzog. All zu oft scheiterte der TSV-Angriff am ehemaligen Wieblinger Torhüter Peter Zimmermann, der jetzt für die TSG zwischen den Pfosten steht. Dem schnellen Spiel der Ketscher hatte Wieblingen nur wenig entgegenzusetzen. Einmal deutlich in Rückstand geraten, konnte der TSV nie wieder Anschluss finden und musste die TSG bis auf neun Tore Vorsprung davon ziehen lassen. Mitte der zweiten Hälfte konnte Wieblingen noch einmal auf sechs verkürzen (25:19), doch Ketsch erhöhte das Tempo und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein.

Torschützen:
TSV Wieblingen: Neureither (5), Wehran (4/2), Buchner (3/1), Siegel (3), Schank (3), Laier (3), Jung (2), Junkert (2).
TSG Ketsch: Kemptner (10), Bierreth (5), Bougakov (5/5), Pecht (4), Güther (3), H. Heckmann (2), Räthel (2), J.Heckmann (2), Knobloch (1).

Stenogramm:
1:0, 3:3, 9:4, 15:7, 18:11 (Hz.), 20:13, 24:15, 30:22, 35:26.

Spielbericht auf der Seite der TSG Ketsch

Daniel Holl

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So, 13.03.2005, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - ETSV Lauda 33:25

Zwei überlebenswichtige Punkte sicherte sich der TSV gegen den Tabellenletzten aus Lauda. Viel mehr Positives lässt sich aus der gebotenen Darstellung jedoch kaum ziehen. Zwei Punkte nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie. Abhaken, es stehen schwerere Aufgaben bevor.
Beiden Mannschaften war deutlich anzumerken, dass sie nicht in Optimalbesetzung in die Partie gingen. Wieblingen musste auf Torschützenkönig Tim Buchner verzichten. Lauda war gar nur mit acht Feldspielern angereist - unter anderem fehlten Andreas Nixdorf und Stefan Szalai, die im Hinspiel zusammen 19 mal getroffen hatten. Obwohl auch Wieblingen eine recht junge Start-Sechs aufs Feld schickte, war die Mannschaft aus dem Taubertal noch wesentlich unerfahrener: Bis auf Routinier Olaf Ellersdorfer hatte der ETSV keinen Spieler jenseits der 24 Jahre im Kader, die meisten Jahrgang 84 und jünger.
Entsprechend entwickelte sich ein Spiel auf nicht all zu hohem Niveau. Beide Seiten agierten zu Beginn ohne Selbstvertrauen und Kampfeslust. Wieblingen und konnte nach einigen Startschwierigkeiten erstmals 3:2 in Führung gehen. Christian Dörr verwandelte in der Anfangsphase drei Siebenmeter souverän, erst beim vierten verließen ihn die Nerven. Daneben sorgten Daniel Jung und Stefan Junkert für Tore. Bei den Gästen wollte in der ersten Viertelstunde nicht viel zusammenlaufen, so dass Wieblingen mit 7:3 in Führung gehen konnte. Zahlreiche Fehlwürfe nagten jedoch an der Zuversicht der Schützen, und Lauda konnte wieder aufschließen. Vor allem den exzellent aufgelegte Soeren Reinhart von der Rückraummitte sowie Patrick Klemd von der linken Seite sollte der TSV im gesamten Spiel nicht richtig in der Griff bekommen. Doch dezimierten sich die Gäste mit einigen Undiszipliniertheiten - allein in Hälfte eins mussten sie fünf Mal die Strafbank drücken - und nahmen sich so selbst die Möglichkeit, früher auszugleichen. Dies sollte erst beim 13:13 gelingen. Wieblingen reagierte mit einem Zwischenspurt kurz vor der Pause und zog auf 17:13 davon. Doch hätte schon zur Pause der Vorsprung wesentlich komfortabler sein können.
Auch nach dem Wechsel gewann das Spiel kaum an Klasse. Sehenswerte Kombinationen oder energiegeladener Tempohandball blieben weiterhin Fehlanzeige. Langsam baute Wieblingen seine Führung aus, brauchte dazu jedoch all zu viele Möglichkeiten. Derweil gingen die Nicklichkeiten auf dem Feld weiter: Thomas Ratz und Dominik Bittner wurden nach dem Austausch von Freundlichkeiten gemeinsam auf die Bank geschickt (45.) - für den Taubertaler Bittner was es die dritte Zeitstrafe. Zehn Minuten später erwischte es, nach einer Strafe gegen Ralf Laier bei angehaltener Uhr, Uli Siegel und Soeren Reinhart. Diesmal sah der Wieblinger die Rote Karte. Siegels Protesten folgte eine weitere Zeitstrafe für den TSV, so dass Wieblingen die nächsten Minuten zu dritt gegen Fünf spielen musste. Doch anbrennen konnte nichts mehr: Der Vorsprung betrug da schon neun Tore.
So konnte Wieblingen einen glanzlosen 33:25-Sieg einfahren. Wenn der TSV nächste Woche beim Tabellenzweiten TSG Ketsch bestehen will, wird eine gewaltige Leistungssteigerung nötig sein. Nicht dabei sein wird wohl Thomas Dörr: Der Linksaußen hatte sich - ausgerechnet am Tag nach seinem 20. Geburtstag - in der ersten Hälfte bei einem Zweikampf am Sprunggelenk verletzt und ausgewechselt werden müssen.

Torschützen:
TSV Wieblingen: Laier 8/1, C. Dörr 7/3, Junkert 6, Ratz 3/1, Wehran 3, Jung 3, Siegel 1, Schank 1/1, Neureither 1.
ETSV Lauda: Reinhart 11/2, Klemd 7, Küpper 3, Keller 2, Kluger 2.

Stenogramm:
2:2, 7:3, 10:7, 13:13, 17:13, 18:14 (Hz.), 20:16, 23:18, 27:19, 30:21, 33:25.

Daniel Holl

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Sa, 05.03.2005, 18.00 Uhr, Schulhalle Schriesheim: Landesliga Herren Nord


TV Schriesheim - TSV Wieblingen 22:20

Nach dem überzeugenden 38:19-Sieg im Hinspiel hätte der TSV als vermeintlich klarer Favorit ins Spiel gehen können. Doch zur Formkrise beim TSV hatte sich nun auch der Personalmangel gesellt: Uli Siegel im Urlaub, Norbert Boese und Jürgen Reymann aus gesundheitlichen Gründen nicht einsatzbereit - Trainer Andreas Seganfreddo waren schon im Vorfeld einige Optionen genommen. So kam es, dass sich der Spielertrainer der letzten beiden Jahre, Thomas Ratz, zu einem neuerlichen Comeback in der "Ersten" überreden ließ - der 39jährige hatte zuletzt in der 1c-Mannschaft gespielt.
Beiden Teams war von Beginn das mangelnde Selbstvertrauen deutlich anzumerken - mit mehreren Niederlagen im Rücken wirkten beide Angriffsreihen anfangs mehr als zögerlich; zahlreiche technische Fehler verdeutlichten die Nervosität. Wieblingen fand jedoch ein wenig besser ins Spiel und ging mit 1:3 (8.) in Führung. Bastian Rautenberg hatte großen Anteil daran, dass der Vorsprung in der 13. Minute auf drei Tore erhöht werden konnte: Der Torwart entschärfte zahlreiche Würfe der Schriesheimer Außen sowie zwei Konter in Folge, ehe Christian Dörr in Überzahl das 2:5 erzielte. Die Gäste, bei denen vor allem Patrick Grimmer für Gefahr sorgte, blieben jedoch dran. Tim Buchner stellte per Siebenmeter den alten Abstand wieder her (3:6 / 15.), dann war es erst mal vorbei mit dem Wieblinger Angriffsspiel. Die Gastgeber kamen nun in Fahrt und brachten die Wieblinger Abwehr ins Laufen. Die Gäste dagegen zeigten keinerlei Drang zum Tor mehr; alle Bewegung im Angriff fand nur noch parallel zum Schriesheimer Kreis statt. Die wenigen Chancen, die dabei heraussprangen, wurden nicht konsequent genutzt. Tim Buchners zweiter Strafwurf zum 6:7 war die letzte Führung für den TSV. Schriesheim glich aus und zog auf 11:7 davon. Stefan Junkert gelang nach schönem Hinterrücks-Pass von Tim Buchner endlich wieder ein Treffer für Wieblingen (11:8). Doch solches Zusammenspiel blieb die Ausnahme. Immer wieder bissen sich die Wieblinger mit zaghaften Einzelaktionen fest. Derweil erhöhte der TV bis zur Pause auf 15:9.
Nach dem Wechsel ließen die Gastgeber sogar noch das 16:9 folgen. Schriesheims Martin Klotz lief in dieser Phase zu guter Form auf und hielt Wieblingen auf Distanz (18:12 / 43.). Doch nun fing - endlich - der TSV wieder an, Handball zu spielen. Thomas Ratz läutete mit seinem Treffer zum 18:13 die Aufholjagd ein: Die Wieblinger Abwehr ließ für die nächsten 13 Minuten keinen Treffer mehr zu und kam ein ums andere Mal aktiv zum Ballbesitz. Doch die Gäste machten zu wenig aus den sich bietenden Chancen. Erst in der 53. Minute konnte Christian Dörr den Ausgleich per Konter erzielen; kurz darauf bot sich auf die gleiche Art die Chance zur Führung: Doch der Ball ging - wie zu oft - kurz vor dem Abschluss verloren.
Eine miserable Figur gaben in dieser Phase leider die beiden Unparteiischen ab. Wieblingen protestierte lautstark, als Thomas Ratz nach einem geblockten Wurf des Schriesheimer Rückraums zum Konter auf und davon war und diesen klaren Vorteil abgepfiffen bekam, weil Ralf Laier, der zuvor den Schuss abbekommen hatte, zu Boden gegangen war. Schriesheim andererseits erwägte gar, offiziell Protest einzulegen: Christian Fuhrer hatte eine Zeitstrafe bekommen und noch auf der Bank - vor Wiederanpfiff - seinem Ärger über die Entscheidung Luft gemacht. Richtige Konsequenz: Die Strafe wurde verdoppelt. Doch bestanden die Schiedsrichter nun darauf, dass ein zweiter Eppelheimer Spieler das Feld verlassen müsse - eine falsche Regelanwendung, die erst eine Minute später während einer Auszeit aufgeklärt wurde. Da hatte Wieblingen aber bereits durch Christof Neureither die 18:19-Führung erzielt.
Doch zu dem Protest sollte es nicht mehr kommen: Wieblingen war in der dramatischen Schlussphase nicht abgeklärt genug, den Auswärtssieg festzuhalten. Ein zu hektischer Steilpass von Tim Buchner auf Thomas Ratz bewahrte den TV vor dem Zwei-Tore-Rückstand, im Gegenzug glich Klotz aus. Ralf Laier besorgte die erneute Führung für den TSV (19:20), doch die Gastgeber schafften den erneuten Ausgleich eineinhalb Minuten vor Spielende. Wieblingen suchte nun zu schnell den Torwurf aus dem Rückraum, was Grimmer zum 21:20-Führungstreffer einlud. Noch aber blieben 30 Sekunden, zumindest einen Punkt zu sichern. Doch der letzte Pass an den Kreis kam nicht an, und Schriesheim markierte mit einem letzten Konter den 22:20-Schlusstreffer.
So konnte sich der TV Schriesheim einem fröhlichen Mathaisemarkt-Wochenende widmen. Der TSV Wieblingen dagegen muss sich nun voll auf das nächste Heimspiel konzentrieren: Am Sonntag ist der ETSV Lauda im Sportzentrum zu Gast, die einzige Mannschaft, die noch länger nicht mehr gewonnen hat als Wieblingen: Nämlich noch gar nicht diese Saison.

Torschützen:
TSV Wieblingen: Buchner 7/3, Laier 6/1, Dörr 3, Junkert 1, Schank 1, Neureither 1, Ratz 1.
TV Schriesheim: Grimmer 5, Klotz 4, Ackermann 4, Schuhmann 3/2, Kollmer 2, Fuhrer 2, Hoppe 1, Spatz 1.

Daniel Holl

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So, 27.02.2005, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - TSV Meckesheim 15:21

Die Erinnerung an das Hinspiel ließ auf eine erfolgreiche Revanche hoffen. In Meckesheim hatte sich der TSV von seiner denkbar schwächsten Seite gezeigt und die Chance zu einem einfachen Auswärtssieg ungenutzt gelassen. Hoffnung sollte zudem die Wieblinger Heimbilanz machen: Auf heimischem Boden hatte man bislang nur gegen die Aufstiegskandidaten Mannheim und Leutershausen verloren, dagegen sogar den aktuellen Spitzenreiter Eppelheim geschlagen.
Wieblingen begann gewohnt druckvoll und ging schnell 3:1 in Führung. Doch gelang es nicht, sich gleich in dieser frühen Phase deutlicher abzusetzen. Obwohl sich die Gäste schon in der ersten Halbzeit durch vier Zeitstrafen immer wieder selbst dezimierten, konnten sie nach langen torlosen Minuten erstmals beim 4:4 (16.) ausgleichen. Auch danach ging es torarm weiter: Wieblingens Schützen scheiterten mehrfach an Gästekeeper Thorsten Schwab - vor Jahren selbst einmal beim TSV Wieblingen - während auf der anderen Seite Bastian Rautenberg einige Unterhandwürfe aus dem Meckesheimer Rückraum entschärfen konnte. Nach 23 Minuten - Uli Siegel hatte soeben seine zweite Zeitstrafe bekommen - brachte Willi Schneider die Gäste erstmals in Führung (6:7). Tim Buchner hielt mit zwei Treffern zum 7:7 bzw. 8:8 die Wieblinger im Spiel, doch Meckesheim konnte stets wieder vorlegen. Wieblingen feierte schon den 9:9-Ausgleich (28.) durch Christian Dörr, doch hatten die Offiziellen zuvor die Grüne Karte gezückt: Der Treffer wurde nicht gegeben. Nach der Auszeit unterband die offensive Deckung der Gäste Wieblingens Spielaufbau und zwang Linkshänder Stefan Junkert auf Linksaußen zum erfolglosen Schussversuch. Schneider erhöhte im Gegenzug auf 8:10. Der Wieblinger Rückraum schaffte es in dieser Phase wie fast im ganzen Spiel nicht, Torhüter Schwab auszugucken, und bediente immer wieder seine starke linke Seite: Bezeichnend, dass Ralf Laier über 60 Minuten kein einziges Tor gelingen sollte. So blieb der letzte Treffer in Hälfte eins Kreisläufer Mario Crepulja zum 8:11 vorbehalten.
Nach dem Seitenwechsel konnte Meckesheim auch noch auf 8:12 erhöhen. Doch dann hielt Bastian Rautenberg seinen Kasten für die nächsten 13 Minuten sauber. Tim Buchner und zwei Mal Stefan Junkert brachten den TSV wieder auf 11:12 heran, doch beide scheiterten in der Folge mit einigen guten Chancen zum Ausgleich.
Auch in dieser Phase ließ sich Meckesheim von den Unparteiischen verunsichern, die die Gäste wahrlich nicht mit ihren Entscheidungen bevorteilten. Andererseits tolerierten sie die kontinuierlichen Beschwerden seitens der Meckesheimer unverständlich lange: Auch als Sven Dehn eine längst fällige Zeitstrafe kassierte und sich heftig diskutierend weigerte, vom Feld zu gehen, schafften sie es nicht, die Strafe auf vier Minuten zu erhöhen.
Die resultierende Überzahl konnte Wieblingen trotz guter Chancen nicht nutzen, und es passte ins Bild, dass ausgerechnet Dehn Sekunden nach seiner Rückkehr den zweiten Meckesheimer Treffer nach der Pause besorgte (11:13, 44.). Nur noch ein mal konnte der TSV danach den Anschlusstreffer erzielen, als Nils Wehran auf Linksaußen freigespielt wurde (14:15, 53.) Ausgerechnet in Unterzahl konnte Meckesheim wieder auf 14:17 davonziehen. Wieblingen lief indes die Zeit weg, sich noch einmal heranzukämpfen. Doch der TSV schien sich dessen nicht einmal bewusst zu sein - anstatt den schnellen Torerfolg zu suchen, wurden die Angriffe bis zum letzten ausgereizt, bis dann unter Zeitspiel-Druck aus schlechter Position abgeschlossen werden musste. Das 14:18 (58.) von Schneider brachte die Vorentscheidung: Während die Gäste sich eine größere Führung erspielten, als es dem Spielverlauf angemessen gewesen wäre, gab sich Wieblingen auf und fügte sich in die vierte Niederlage am Stück.
So kommt es am nächsten Wochenende
beim TV Schriesheim zum Duell zweier Mannschaften, die seit Wochen keinen Punkt mehr haben einfahren können - nur dass die Wieblinger Pleitenserie schon einen Spieltag länger andauert.

Torschützen:
TSV Wieblingen: Buchner 7/2, Stefan Junkert 3, Jung 1, Wehran 1, Schank 1, Siegel 1, Neureither 1.
TSV Meckesheim: Schneider 11/1, Ottweiler 3, Crepulja 2, Helm 4/2, Dehn 1.

Daniel Holl

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Sa,19.02.2005, 19.30 Uhr, Hardheim: Landesliga Herren Nord


TV Hardheim - TSV Wieblingen 29:20

Glaubt man der einen Statistik, hätte der TSV Wieblingen vollen Mutes in Hardheim antreten können. Seit über fünf Jahren hatte der TSV nicht mehr verloren, wenn es mit dem Reisebus auf die lange Fahrt zu den entlegeneren Auswärtsspielen ging. Diese Serie hatte noch im letzten Oberliga-Jahr ihren Anfang genommen und sich durch vier komplette Landesliga-Spielzeiten bis hin zum Spiel in im November 2004 fortgesetzt. Stand also auch diesmal eine fröhliche Siegesfeier auf der Heimfahrt bevor?
Wäre da doch nicht diese andere Statistik: Vom erwähnten Gastspiel beim Schlusslicht abgesehen hatten die Wieblinger in dieser Saison auswärts noch keinen einzigen Punkt geholt. Erst recht bei den besser platzierten Teams der Tabelle gab es zumeist deutliche Niederlagen. Noch dazu hatte der TV Hardheim bis dato noch keinen Punkte zu Hause abgegeben. Die Vorzeichen standen also alles andere als gut für die Gäste, als sie am späten Samstagabend das Spielfeld betraten.
Die Befürchtungen der Mitgereisten Fans sollten sich bald bestätigen. Wieblingen konnte nur in der gewohnt stärkeren Anfangsphase des Spiels mithalten. Das 3:3 sollte jedoch der letzte ausgegelichene Spielstand bleiben. In der Folge ließ der TSV zu viele Chancen ungenutzt - die Gastgeber konnten sich bis zur Pause ein beruhigendes 14:8-Polster erspielen.
Nach der Pause bäumte sich der TSV noch einmal auf, konnte jedoch lediglich auf vier Tore Rückstand verkürzen. Dann war das Strohfeuer auch schon wieder abgebrannt. Hardheim präsentierte sich abgeklärter, verwertete souverän seine Möglichkeiten und ließ den Gästen keine Chance, ohne dabei an seine Grenzen gehen zu müssen. So ging der 29:20-Sieg für Hardheim auch in dieser Höhe voll und ganz in Ordnung - mehr war für Wieblingen mit dieser Leistung einfach nicht drin.

Torschützen für den TSV:
Buchner 10/3, Siegel 3, Neureither 2, Laier 2, Junkert 2, Jung 1.

Daniel Holl

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So,13.02.2005, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - SG Leutershausen 25:29

"Die Mannschaft von Andreas Seganfreddo konnte dem Anfangswirbel der SGL nicht standhalten (2:10 / 10.). Die kleinen "Roten Teufel" hatten zur Pause ein 12:16 Polster. Nach dem Wechsel kämpften die Heidelberger und hatten nach dem 16:18 wieder Hoffnung. Nach dem 21:21 übernahm Wieblingen kurz die Führung, ehe man sich durch Zeitstrafen selbst dezimierte und die Quittung erhielt." (Rhein-Neckar-Zeitung, 15.02.2005)

Torschützen für den TSV:
Buchner 4, Laier 4, Junkert 4, Siegel 4, Neureither 3, Wehran 2/2
, C. Dörr 2, Jung 1.

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Do, 27.01.2005, 20.00 Uhr: Landesliga Herren Nord


HSG Mannheim - TSV Wieblingen 25:18

Auch beim Tabellenführer konnte die 1. Mannschaft ihre Auswärtsschwäche nicht ablegen. Gestützt auf einen stark haltenden Bastian Rautenberg blieb der TSV bis zur 15 Minute beim Stande vom 6:4 immer in Führung. Erstmals ins Hintertreffen geriet man beim Stande von 9:8. Diese Führung gab die HSG Mannheim bis zum Endstand auch nicht mehr ab und konnte den Vorsprung immer weiter ausbauen.Unterstützt wurde das auch durch unnötige Hinausstellungen wegen Meckerns. In einer schwachen Landesligapartie mit schwachen Schiedsrichtern erreichten an diesem Donnerstagabend nur Bastian Rautenberg und Tim Buchner Normalform.

Torschützen für den TSV:
Buchner 10/3, Laier 2, Schank 2, Siegel 1, Reymann 1, Junkert 1, Wehran 1
.

Karl-Wilhelm Junkert

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So, 23.01.2005, 17.30 Uhr, Sportzentrum, West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - TBG Reilingen 32:27

Mit einer ansprechenden, kampfbetonten Vorstellung nahm der TSV Wieblingen erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage gegen den TBG Reilingen.
Es ist mittlerweile zum festen Bestandteil Wieblinger Spiele geworden, dass in den ersten Minuten ein deutlicher Vorsprung herausgespielt wird, der jedoch wieder verschenkt wird. So auch dieses Mal: Ganze acht Minuten dauerte es, bis die Gäste aus Reilingen erstmals zum Torerfolg kommen konnten. Bis dahin stand die Wieblinger Abwehr felsenfest; über schnelle Gegenstöße konnte ein 5:0 erarbeitet werden. Zudem präsentierte sich Torhüter Bastian Rautenberg in glänzender Form. Doch der Bruch im Wieblinger Spiel kam so pünktlich, dass man die Uhr danach hätte stellen können: Nach zehn Minuten ging auf einmal nichts mehr - nach dem 6:1 traf der auf einmal völlig verunsicherte TSV das gegnerische Tor nicht mehr, während Reilingen Schritt für Schritt aufholen konnte. Zwei frühe Zeitstrafen gegen Uli Siegel in Minute 13 und 16 schwächten zudem die Abwehr, so dass Reilingen sechs Treffer in Folge markierte und 6:7 in Führung ging. Doch anders als im Hinspiel hielten die Gastgeber rechtzeitig dagegen und konnten nach einer Auszeit in der Schlussphase der ersten Halbzeit wieder das Heft in die Hand nehmen: Bis zum 11:8 konnten sie sich ansatzweise absetzen, ehe Reilingen erneut zum 12:11-Halbzeitstand aufschließen konnte.
In Hälfte zwei entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch. Zwar behielt Wieblingen zunächst die Oberhand. Christof Neureither gelang vom Kreis erstmals die Wiederherstellung des 3-Punkte-Vorsprungs (18:15), der sogar noch auf vier Treffer ausgebaut werden konnte (20:16). Doch Reilingen gelang es vor allem dank des überragenden Michael Menzel auf der halblinken Position, Anschluss zu halten und beim 21:22 sogar wieder die Führung zu übernehmen. In der Folge wechselte die Führung mehrmals zwischen Gästen und Gastgebern, die gleichermaßen emotionsgeladen und kampfbetont die Partie für sich entscheiden wollten. Dies resultierte in hitzigen Situationen in der letzten Viertelstunde vor Schluss. Zwei Mal schickten die Schiedsrichter beide Beteiligte eines Zweikampfes auf die Tribüne: zunächst Uli Siegel und Reilingens Michael Geiss (49.) - der TSV-Mittelmann trat den Weg auf die Tribüne an, Geiss sollte ihm kurz vor Spielende folgen. Drei Minuten vor Schluss erwischte es Stefan Junkert, der sich zu einer Äußerung gegen Thomas Haffner hinreißen ließ, nachdem der ihn bei einem Konter von den Beinen geholt hatte. Dazu kassierte Wieblingens Neuzugang Nils Wehran, der in der Weihnachtspause aus Wiesloch zum TSV gekommen war, noch vor seinem ersten Einsatz eine Zeitstrafe, als die Wieblinger Bank in Minute 50 einige Sekunden zu früh ergänzte. Später konnte Wehran noch mit einem Treffer aus dem Rückraum und einem verwandelten Siebenmeter seinen Einstand feiern.
In dieser heiß umkämpften Phase des Spiels konnte sich der TSV auch dank wichtiger Paraden von Bastian Rautenberg von 24:24 auf 30:25 absetzen. Reilingen kämpfte aufopferungsvoll weiter, doch die Hausherren ließen sich den wichtigen Sieg nicht mehr nehmen und konnten den Vorsprung bis zum Schlusspfiff konstant halten.

Aufstellung und Torerfolge:
TSV Wieblingen: Rautenberg, Ruf - Siegel (5), Buchner (8/3), Junkert (4), Laier (6/2), Boese (2), Schank (3), Neureither (3), Wehran (2/1), C. Dörr, Reymann, Jung.

TBG Reilingen: Eberwein, Schlereth - Menzel (11), M. Haffner (4), Sternberger (2), T. Haffner (1), Hübner (9/3), Brenner, Geiss, Dans, Weiss, Haag.

Daniel Holl

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Sa, 15.01.2005, 18.00 Uhr, Birkenau: Landesliga Herren Nord


TSV Birkenau II - TSV Wieblingen 29:28

"Auch gegen die abstiegsbedrohte Reserve des TSV Birkenau gelang es Wieblingen nicht, die eklatante Auswärtsschwäche abzulegen. Nachdem die Gäste einem stetigen Rückstand hinterher gelaufen waren, glichen die Neckarstädter Mitte der ersten Halbzeit zum 6:6 aus. Es schien so, als ob von nun die Seganfreddo-Sieben die bestimmende Mannschaft sein sollte, doch die junge quirlige Mannschaft aus dem Odenwald holte zum Gegenschalg aus. Innerhalb weniger Minuten zogen die Hausherren auf 16:9 davon, ehe Wieblingen wieder Halt fand und zur Pause auf 16:13 verkürzte.
In der zweiten Halbzeit hatten beide Mannschaften ihre Momente, wechselte die Führung doch häufig, bis Birkenau kurz vor dem Ende auf 28:24 erhöhte. Mehr als Ergebniskosmetik war für die Gäste nicht mehr drin, und so unterlag man knapp mit 29:28.
"
(Rhein-Neckar-Zeitung, 18.1.2005)

Torschützen:
TSV Wieblingen: Siegel 8, Buchner 7/5, Junkert 4, Laier 4, Reymann 2, Boese 2, Schank 1, Neureither 1.

 

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Sa, 18.12.2004, 19.30 Uhr, Sporthalle Edingen: Landesliga Herren Nord


TV Edingen - TSV Wieblingen 28:19

Torschützen:
TSV Wieblingen: Laier 7/3, Boese 4, Reymann 2, Junkert 2, Müller 2, Dörr 1/1, Jung 1.
TV Edingen: Göttlicher 6, Weis 6/3, Kopp 5/1, Breitenstein 4, Springborn 3, Kolb 3, Mülbert 1.

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So, 12.12.2004, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - TV Eppelheim 31:27

Eine gut gefüllte Sporthalle im Sportzentrum West erlebte ein Nachbarschaftsduell, wie man es sich vorstellt: Beiderseits mit reichlich Emotionen und körperlichem Einsatz geführte Zweikämpfe, strittige Situationen, heiße Wortgefechte auf Bank und Tribüne - und am Ende ein umjubelter Siegestanz der Gastgeber.
Das Spiel begann torreich, ohne dass sich eine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil hätte erarbeiten können. Die Gäste aus Eppelheim kamen vor allem über die rechte Außenposition und die beiden Halbspieler immer wieder zum Erfolg, während Wieblingen auch über den Kreis punkten konnte. Dass in diesem Derby keine Mannschaft etwas zu verschenken hatte, wurde nach einer Viertelstunde deutlich, als Eppelheim in kurzer Zeit zwei Zeitstrafen kassierte. Fünf Minuten später waren des die Wieblinger, die nur zu viert, für wenige Sekunden gar nur zu dritt auf dem Feld standen. Sebastian Schank traf in 4-gegen-5-Unterzahl zum 11:10 (21.) Wenig später erhöhte Tim Buchner auf 12:10, doch Eppelheim konnte wieder aufschließen.
Die Gemüter erhitzten sich ein weiteres Mal eine Minute vor dem Pausenpfiff, als Eppelheim scheinbar den 16:16-Ausgleich erzielt hatte. Doch zuvor hatten die Verantwortlichen die Grüne Karte gezückt - das Spiel hätte also vor dem Torwurf unterbrochen werden müssen. Erst nach einigen Minuten der Diskussion, begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert auf den Rängen, konnte das Spiel fortgesetzt werden. Jürgen Schimmele glich für die Gäste per Strafwurf tatsächlich aus, Sekunden vor Abpfiff erzielte Jürgen Reymann mit einem Dreher von Linksaußen den 17:16-Halbzeitstand.
Ihm blieb es auch vorbehalten, zwei Minuten nach Wiederanpfiff auf 18:16 zu erhöhen. Wieblingen erhöhte nun den Druck, Sebastian Schank erzielte nach einem Abpraller das 19:16. Der Vorsprung blieb die nächsten Minuten konstant: Ein schöner Konter von Reymann über Norbert Boese auf Christian Dörr brachte das 22:19. (42.) In den nächsten fünf Minuten machte Wieblingen beinahe alles klar: Drei Treffer in Folge brachten das vorentscheidende 25:19. Zwei Schrecksekunden mussten der TSV durchstehen, als der nach überstandener Verletzung an der Wurfhand erstmals wieder ins Team gestoßene Julian Müller und wenig später Christian Dörr verletzt am Boden liegen blieben - beide konnten zum Glück weiterspielen.
Trotz der Differenz von sechs Toren gab Eppelheim sich nicht auf. Mit einem sehenswerten Treffer des Torwarts aus dem eigenen 6-Meter-Kreis konnte der Vorsprung noch einmal halbiert werden (27:24, 56.). Die Gastgeber hielten engagiert dagegen: Ralf Laier erzielte in der Schlussphase zwei wichtige Treffer aus dem linken Rückraum und eroberte darauf in der Abwehr den Ball zurück. Jürgen Reymann besorgte von Halblinks das 30:25, den letzten Wieblinger Treffer markierte Christof Neureither zum 31:27 Endstand.

Torschützen:
TSV Wieblingen: Buchner 9/2, Reymann 5, Schank 4, C. Dörr 4, Laier 3, Müller 3, Boese 2, Neureither 1.
TV Eppelheim: Mozgalov 7, Schimmele 7/2, Heier 4, Horvath 2, Hofmann 2, Adler 3, Langbein 1, Dürr 1.

Daniel Holl

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Sa, 27.11.2004, 19.45 Uhr, Malsch: Landesliga Herren Nord


TSV Malsch - TSV Wieblingen 24:22

Ein Blick auf den Spielberichtsbogen vermittelt den Eindruck, der TSV habe an diesem Wochenende zu keinem Zeitpunkt den Hauch einer Chance gehabt, zwei Punkte aus der Malscher Reblandhalle zu entführen: Letzte Führung beim 1:2, letzter Ausgleich beim 6:6, danach abreißen lassen und bis Mitte der zweiten Hälfte gar acht Treffer in Rückstand geraten (23:15). Muss da die knappe 2-Tore-Niederlage nicht beinahe schmeichelhaft erscheinen?
Nicht ganz. Eine Woche nach der erstaunlichen Leistung gegen den Klassenprimus TSG Ketsch war es vor allem die mangelhafte Chancenauswertung, die einen möglichen Auswärtssieg verhinderte.
Selbst auf dem nüchternen Protokoll wird das angedeutet: Vier Strafwürfe ließen die Schützen des TSV ungenutzt. Dazu scheiterten sie auch aus dem offenen Spiel heraus bei hochkarätigen Gelegenheiten all zu oft am glänzend aufgelegten Torwart Alexander Sieger. Fangfehler und Tritte auf den 6-Meter-Kreis machten weitere Großchancen zunichte.
Symbolträchtig der Verlauf der elften Spielminute: Tim Buchner hatte im Ballbesitz eine Zeitstrafe erhalten, Wieblingen lag 4:2 zurück. Trotz der Unterzahl konnte der TSV binnen einer Minute drei Konter laufen - doch nur beim ersten versenkte Rechtsaußen Christian Dörr den Ball im Netz. Beim zweiten flog der Pass aus der eigenen Hälfte über ihn hinweg, beim dritten erhielt Wieblingen mit Glück einen Strafwurf zugesprochen, der aber vergeben wurde. Statt auszugleichen oder gar in Führung zu gehen, mussten die Gäste wieder einem 2- bzw. 3-Tore-Rückstand hinterherlaufen.
"Wenn ich mir angucke, was wir heute alles verschossen habe", so Trainer Seganfreddo, "dann hätten wir mit zehn Toren gewinnen können." Starke Worte, die vielleicht nicht der Tatsache gerecht werden, dass die Gastgeber in fast allen Spielphasen aggressiver waren und mehr Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben verstanden - rechnerisch jedoch ist die Aussage nicht ganz abwegig.
Besonders in der zweiten Hälfte machte sich im Wieblinger Spiel das Fehlen von Uli Siegel bemerkbar, der sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. In Abwesenheit des ebenfalls verletzten Julian Müller kamen so erstmals wieder Sebastian Schank und Daniel Jung zu ausgedehnten Spielanteilen im Angriff. Doch selbst mit diesem noch nicht eingespielten, zuweilen etwas zögerlichen Rückraum wäre ein Sieg durchaus machbar gewesen - einfach mit mehr Konzentration und Konsequenz im Abschluss.

Torschützen:
TSV Wieblingen: Tim Buchner 7/2, Christian Dörr 3, Norbert Boese 3, Ralf Laier 2/1, Sebastian Schank 2, Daniel Jung 2, Stefan Junkert 1, Thomas Dörr 1, Jürgen Reymann 1.
TSV Malsch: Andreas Walz 7/3, Michael Moser 5, Rüdiger Spieler 3, Simon Hartlieb 3, Matthias Link 2, Matthias Müller 2, Jan Hofstetter 1, David Schäffner 1.

Daniel Holl

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So, 21.11.2004, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - TSG Ketsch 20:20

"Gegen den Favoriten begann der TSV Wieblingen stark (6:2). Die "Moskitos" fanden danach ins Spiel und glichen zum 8:8 aus. Nach der Pause wechselte die Führung. Kurz vor dem Ende hatten die Heidelberger nochmals die Chance, die Partie für sich zu entscheiden, vergaben aber die Gelegenheit. Letztlich trennten sich beide Teams mit einem gerechten Remis." (Rhein-Neckar-Zeitung, 23.11.2004)

Torschützen: Tim Buchner 6, Ralf Laier 6/1, Uli Siegel 4, Stefan Junkert 1, Thomas Dörr 1, Jürgen Reymann 1, Norbert Boese 1.

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Sa, 13.11.2004, 19.00 Uhr, Lauda-Königshofen: Landesliga Herren Nord


ETSV Lauda - TSV Wieblingen 28:33

"Es gibt Spiele, da spielst du klasse und verlierst knapp. Heute war es eben andersrum - und das ist mir auch viel lieber so." Das Fazit von Trainer Andreas Seganfreddo auf der Heimfahrt dürfte den meisten Spielern aus dem Herzen gesprochen haben: Wenigstens nicht den weiten Weg nach Lauda umsonst gemacht zu haben, zwei Punkte mehr auf dem Konto zu wissen - immerhin besser als nichts. Allerdings war es beileibe kein glanzvoller Sieg, den die Wieblinger Herren vom bislang sieglosen Tabellenschlusslicht aus dem Taubertal mitbrachten. Seganfreddo: "Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit pfui!" - treffender war es in dieser Kürze kaum auszudrücken.
Trotz der langen Busfahrt und nur einer knappen Stunde zwischen Ankunft und Anpfiff fanden die Gäste schneller ins Spiel und gingen früh mit 1:4 in Führung. Vor allem über Konter und Schüsse aus der zweiten Reihe kamen sie in dieser Phase zum Erfolg. Doch hielt vor allem der 18jährige Andreas Nixdorf den ETSV Lauda mit zahlreichen Rückraum- und Strafwürfen im Spiel, das in der Anfangsphase geprägt war von zwei zaghaften Angriffsreihen und zwei noch schwächeren Abwehrreihen. Pünktlich nach einer Viertelstunde kam dann auch der inzwischen leider zu erwartende Einbruch der Gäste: Leichte Ballverluste und nicht genutzte 100prozentige Chancen ermöglichten Lauda nach 16 Minuten sogar den Ausgleich (10:10). Ab da gab der TSV endlich wieder mehr Gas und setzte sich über 11:13 vorentscheidend auf 11:20 ab. Mit neun Toren Vorsprung (12:21) ging es dann auch in die Kabine - es sollte der größte Vorsprung des Spiels bleiben.
Denn nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste wohl schon den Sieg sicher verbucht: Eine fröhliche Heimfahrt schon vor Augen vergaßen sie unterdessen das Toreschießen
. Fast vier Minuten dauerte es bis zum ersten Wieblinger Treffer nach Wiederanpfiff, und in ungefähr dieser Frequenz sollte es weitergehen. Ein ums andere Mal scheiterten die Schützen des TSV an Torwart Peter Spitznagel und brachten diesen so immer besser ins Spiel. Zahlreiche Latten- und Pfostentreffer senkten die Chancenauswertung weiter - anstatt den Vorsprung auszubauen sah der TSV nun Lauda immer weiter aufschließen. Bis auf vier Tore kamen die Gastgeber schließlich heran (22:26), doch mehr ließ der TSV dann doch nicht zu.
Somit blieb die einzig größere Panne des Abends, dass der Mannschaftsbus für die Heimreise nicht anspringen wollte. Das Anschieben stellte natürlich kein wirkliches Problem - mit zwei Punkten im Gepäck!

Torschützen:
TSV Wieblingen: Tim Buchner 12/1, Ralf Laier 8/3, Stefan Junkert 4, Jürgen Reymann 4, Julian Müller 2, Christian Dörr 1, Thomas Dörr 1, Uli Siegel1.
ETSV Lauda: Andreas Nixdorf 13/5, Stefan Szalai 6, Patrick Klemd 4, Michael Keller 2, Dominik Bittner 1, Sören Reinhart 1, Sandro Leithold 1.

Daniel Holl

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So, 07.11.2004, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord


TSV Wieblingen - TV Schriesheim 38:19

Ein Zyniker könnte sagen: Wenn eine Pleite wie die in Meckesheim solch eine Reaktion zur Folge hat, dann sollte sich der TSV mehr davon leisten. In eigener Halle gegen den TV Schriesheim präsentierte sich die Mannschaft wie ausgewechselt und machte fast alles richtig, was sie eine Woche zuvor falsch gemacht hatte.
Die Pessimisten auf der Tribüne waren gewarnt, als der TSV nach sieben Minuten 5:0 führte. So gut war es bisher in fast allen Spielen zu Beginn gelaufen, bevor es zum großen Einbruch kam. Doch nicht so diesmal: Zwar gelang den Wieblingern nach der zehnten Minute mal wieder für fünf Minuten kein Treffer mehr, doch konnten die Gäste aus Schriesheim daraus keinen Nutzen ziehen. Zu fest stand die neue formierte 6:0-Deckung, in der erstmals Daniel Jung aus dem Kader der 1b-Mannschaft zum Einsatz kam. Die Verstärkung zahlte sich aus: Ein ums andere Mal konnten dem Schriesheimer Rückraum Bälle abgeluchst werden und - dies die zweite Neuerung - endlich einmal erfolgreich zu Kontern genutzt werden. Ging es einmal nicht im Eiltempo nach vorne, waren die Rückraumschützen Tim Buchner, Ralf Laier und Uli Siegel aus fast allen Lagen erfolgreich. Insbesondere Uli Siegel drückte dem Spiel mit 10 Toren und zahlreichen eingeleiteten Kontern seinen Stempel auf. Hinzu kam in einigen Szenen das Glück des Tüchtigen, wenn Torschüsse oder riskante Steilpässe wider Erwarten ihr Ziel fanden.
Auch leisteten die Gäste mit unzähligen Fehlwürfen und Ballverlusten ihren Beitrag, um den Wieblingern schon zur Pause eine komfortable 17:7-Führung zu ermöglichen. 17 Tore zur Pause - so viel wie in Meckesheim bei Spielende!
Unmittelbar nach der Pause das selbe Bild: Schriesheim mangelte es an Ballsicherheit und Chancenverwertung, Wieblingen konterte im Gegenzug konsequent vor allem über die rechte Seite mit Stefan Junkert und Christian Dörr. Über 22:9 zogen die Gastgeber auf 27:11 davon. Erst jetzt ließ der TSV etwas locker - war es die Furcht, die Kiste Bier für Treffer Nummer 30 zahlen zu müssen? Nach immerhin drei Toren der Gäste in Folge ging das Schützenfest weiter: Schließlich war es Christian Dörr, der nach 49 Minuten das 30:15 markierte. TV-Keeper Thomas Schwarz - bis letzte Saison selbst noch beim TSV Wieblingen - stand enttäuscht am Torpfosten und rief seine Vorderleute wütend zur Gegenwehr auf. Die kamen allenfalls noch über Jens Kollmer und Fabian Jäck zu einigen Treffern. Den Schriesheimern sei zugestanden, dass die meist sehr souverän pfeifenden Schiedsrichter in wenigen strittigen Situationen sicher nicht auf ihrer Seite standen. Entscheidende Situationen wurden nicht daraus - das Spiel war lange schon gelaufen. So blieb die spannende Frage nur, ob Wieblingen die 40er-Marke kratzen würde. Es sollte nicht ganz reichen.
Ein Optimist könnte nach dieser Leistung jubeln: "Alles in Ordnung! Es geht doch!" Realistisch betrachtet war der TV Schriesheim ein Aufbaugegner, der den Test einer solideren Deckungsformation leicht gemacht hat. Dennoch bestehen beim TSV weiter Schwächen im kreativen Spielaufbau. Mit dem hier gezeigten Kampfeswillen dürfte sich jedoch einiges wettmachen lassen.

Torschützen:
TSV Wieblingen:
Uli Siegel 10, Tim Buchner 9/1, Ralf Laier 5/1, Christian Dörr 4, Stefan Junkert 4, Jürgen Reymann 3, Christof Neureither 1, Norbert Boese 1.
TV Schriesheim: Jens Kollmer 6/4, Martin Klotz 3, Marc Fehrenbach 3, Fabian Jäck 2, Matthias Hoppe 2, Christian Girnus 2, Peter Spatz 1, Dirk Seegelken 1.

Daniel Holl

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So, 31.10.2004, 17.30 Uhr, Meckesheim: Landesliga Herren Nord

TSV Meckesheim - TSV Wieblingen 20:17

Es kommt nicht oft vor in der Landesliga, dass eine Heimmannschaft gerade einmal 20 Tore schießt und den Gästen zwei Punkte wie auf dem Silbertablett anbietet. Noch seltener dürfte es geschehen, dass die Eingeladenen sich das Angebot so entgehen lassen, wie es der TSV Wieblingen an diesem Wochenende tat.
Eine Szene aus der zweiten Hälfte: Nach 56 Minuten erzielt Armin Helm das 20:16 für Meckesheim. Noch vier Minuten, vier Tore Rückstand - im modernen Handball ist das machbar. Torwart Bastian Rautenberg spielt den Ball zum Mittelkreis - doch keiner seiner Feldspieler ist dort, um den Ball entgegenzunehmen. Die Chance zum schnellen Gegenstoß verstreicht. Bis zum Schlusspfiff wird nur noch ein Tor fallen. Charakteristisch für das ganze Spiel: wenig Treffer, viele Ballverluste, kaum erkennbarer Kampfgeist auf Seiten der Wieblinger.
Vor einem Jahr war das Duell TSV gegen TSV das Duell des amtierenden Tabellenführers gegen den künftigen Tabellenführer. Von derlei Ambitionen waren in dieser Begegenung beide Mannschaften meilenweit entfernt - mit immer noch deutlichem Vorteil für die Gastgeber. Vor allem in der ersten Halbzeit demonstrierten sie, was man auch bei unzähligen technischen Fehlern erreichen kann - wenn die Abwehr steht und der Einsatz stimmt. Nach dem Wieblinger 0:1 blieb es für die nächsten 17 Minuten dem TSV Meckesheim vorbehalten, Tore zu erzielen. Immer wieder blieben die Schussversuche der Gäste im Mittelblock hängen oder verfehlten ihr Ziel bei weitem und luden die Gastgeber so zu einfachen Toren ein. Meckesheim nahm die Einladung dankend an und zog - einigen Paraden von Stefan Ruf zum Trotz - auf 8:1 davon, ehe Ralf Laier in der 21. Minute den nächsten Wieblinger Treffer markierte.
Erst nach dem Seitenwechsel machte sich ein Aufbäumen der Gäste bemerkbar. Plötzlich war Tempo im Spiel, der Ball wurde schneller nach vorne getragen, auf die Abwehr Druck ausgeübt - mit Erfolg: Von 11:5 zur Pause konnte Wieblingen immerhin auf 12:9 verkürzen, ehe das Spiel wieder aus der Hand gegeben wurde. Meckesheim zog erneut davon auf 16:9. Kein Wieblinger Feldspieler konnte an diesem Tag nur annähernd seine Normalform abrufen. Schüsse auf den Torwart oder an den Pfosten, ja zum Teil weit neben das Tor, Fehlpässe, Schrittfehler, Stürmerfouls - eine wahre Lehrstunde, wie es eigentlich nicht gehen sollte. Nicht, dass die Gastgeber wesentlich besser gewesen wären - das torarme Ergebnis spricht Bände. Doch nach dem Wieblinger Blackout in der ersten Halbzeit reichte es, um das Ergebnis über die Zeit zu retten.

Torschützen: Ralf Laier 7/3, Tim Buchner 4, Julian Müller 3, Uli Siegel 1, Jürgen Reymann 1, Christian Dörr 1.

Daniel Holl

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So, 24.10.2004, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord

TSV Wieblingen - TV Hardheim 30:26

Eine Woche nach der Auswärtsblamage gegen die SG Leutershausen II war Wiedergutmachung für die Erste Mannschaft des TSV angesagt: Um nicht ganz in den Tabellenkeller abzurutschen, musste ein Sieg her! Zu Gast: Der TV Hardheim, Tabellensiebter, mit 6:2 Punkten deutlich besser in die Runde gestartet. Eine trotz der zuletzt mageren Ergebnisse gut gefüllte Halle im Sportzentrum West erlebte ein spannendes Spiel mit reichlich Emotionen - und dem gewünschten Ergebnis.
Dabei dauerte es eine Weile, bis die Partie richtig losgehen konnte - die Gäste trafen verkehrsbedingt erst spät in der Halle ein, der Anpfiff wurde um zehn Minuten verschoben. Bis zum ersten Treffer dauerte es noch einmal über drei Minuten: TSV-Torwart Stefan Ruf glänzte in der Anfangsphase mit zahlreichen Paraden. Nach einem solchen Abpraller konnte schließlich der TV Hardheim vom Sechsmeter-Kreis verwandeln. Der TSV blieb eine Antwort nicht lange schuldig: Tim Buchner erzielte aus dem Rückraum den Ausgleich, ehe Julian Müller mit drei Treffern in Folge unterstrich, dass auch er sich für das letzte Spiel rehabilitieren wollte. Über 5:2 konnte so eine 8:3-Führung (15.) herausgespielt werden. In dieser Phase präsentierte sich der TSV vor allem im Mittelblock kompakter als zuletzt. Probleme bereiteten dagegen die Außen - und das leidige Problem der abprallenden Bälle. Vier Tore zum 8:7 brachten die Gäste zurück ins Spiel (19.). Der TSV ließ sich beeindrucken und vergab zahlreiche Chancen, sich weiter abzusetzen. Erst in Überzahl gelangen wieder einige Treffer, darunter ein spektakuläres Tor von Stefan Junkert: In der Luft gefoult, konnte er den Ball im Fallen rückwärts ins Tor befördern. Hardheim blieb selbst in Unterzahl dran und konnte beim 10:10 wieder ausgleichen (26.). Doch anders als in den Spielen zuvor gab sich Wieblingen nicht auf, als der Vorsprung einmal verspielt war, sondern legte nach. Der Hardheimer Führung (11:12, 29.) ließ Ralf Laier wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich folgen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst offen. Dabei leisteten sich die Gastgeber zahlreiche Fehlwürfe aus aussichtsreichen Positionen. Hardheim konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen - auch nicht, als der TSV in der 36. Minute nach Zeitstrafen um drei Feldspieler dezimiert war. Ab der 40. Minute kam wieder etwas Konstanz ins Wieblinger Spiel: Ein einfacher Wechsel von Tim Buchner auf Ralf Laier brachte den 16:16-Ausgleich, Uli Siegel bescherte das 17:16, und nach einer tollen Konter-Staffette von Uli Siegel über Julian Müller erhöhte Norbert Boese auf 18:16. Solch sehenswertes Zusammenspiel blieb allerdings auf Wieblinger Seite die Ausnahme. Tim Buchner baute die Führung weiter aus (20:16, 45.). Hätten die Wieblinger Schützen in dieser Phase nicht all zu oft den Torwart angeschossen, wäre schon hier eine Vorentscheidung möglich gewesen. Doch die Gäste blieben dank einfacher Treffer von Andy Engels und Oliver Winter aus dem Rückraum im Spiel (21:19, 49.); auch nach einer 3-gegen-6-Unterzahl konnten die Hardheimer noch einmal auf zwei Tore verkürzen (26:24, 55.).
Trainer Andreas Seganfreddo brachte nun Torhüter Bastian Rautenberg, der seinen Kasten in den nächsten Minuten sauber halten konnte. Derweil wurde im Angriff - trotz einer Manndeckung gegen Tim Buchner - weiter gepunktet. Julian Müllers Treffer zum 28:24 (57.) brachte die Vorentscheidung. Weitere Paraden hielten den Abstand konstant; auf Ralf Laiers 30:25 folgte mit der Schlusssirene ein letzter Hardheimer Treffer zum 30:26-Endstand.
Ein ungemein wichtiger Sieg für den TSV Wieblingen. Zwar fehlt in Angriff und Abwehr noch das letzte Quäntchen Abstimmung in der neu zusammengesetzten Mannschaft. Doch was Kampfgeist und Entschlossenheit angeht, war dieses Spiel ein deutlicher Schritt nach vorne. Jetzt muss noch die Fehlerquote gesenkt werden, um am kommenden Wochenende in Meckesheim bestehen zu können (Sonntag, 17.30 Uhr).

Torschützen: Tim Buchner 11/4, Julian Müller 6, Uli Siegel 5, Ralf Laier 5, Norbert Boese 2, Stefan Junkert 1.

Daniel Holl

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So, 17.10.2004, 17.30 Uhr, Leutershausen: Landesliga Herren Nord

SG Leutershausen II - TSV Wieblingen 35:24

Ein Debakel auf ganzer Linie erlitt die Erste Herrenmannschaft bei der Zweitligareserve der SG Leutershausen. Mit 11 Toren Rückstand ließ man sich von einer Mannschaft nach Hause schicken, bei der neun Spieler noch keine 20 Jahre alt sind.
Das Unglück begann schon vor dem Anpfiff: Beim Aufwärmen verletzte sich Torhüter Bastian Rautenberg am Rücken. Nach nur zehn Spielminuten war klar, dass es keinen Sinn für ihn machen würde, weiter im Tor zu stehen. So musste Pascal Lang mit seinen 17 Jahren praktisch das ganze Spiel bestreiten. Dabei wollte sich Trainer Andreas Seganfreddo möglichst lange offen halten, ob er Pascal oder einen elften Feldspieler einsetzen würde. Nur wenig später wurde dem Coach eine weitere Option genommen: Julian Müller, eigentlich als Spielgestalter in der Rückraummitte eingeplant, wurde bereits nach einer Viertelstunde disqualifiziert - Zeitstrafen waren in den Spielminuten eins und sechs vorausgegangen.
Dabei sah es zu diesem Zeitpunkt - trotz der zweifachen Unterzahl - gar nicht mal so schlecht aus für die Wieblinger. Beim 1:3 hatten sie noch in Front gelegen, später einen Drei-Tore-Rückstand (7:4) schon beinahe wieder wettgemacht, als die Schiedsrichter beim Stand von 8:7 die dritte Zeitstrafe verhängten. Nun aber brachen alle Dämme: Leutershausen zog mit vier Treffern in Folge davon (12:7) und konnte sich auf bis zu sieben Tore absetzen (17:10), ehe Wieblingen zur Pause immerhin auf 17:12 verkürzen konnte.
Wer nach dem Seitenwechsel ein Aufbäumen der Wieblinger erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Fünf Treffer setzte es nacheinander - schon nach vier Minuten zog Andreas Seganfreddo die Grüne Karte, um seine Mannschaft zur Auszeit zu rufen und zur Gegenwehr aufzufordern. Wollte sich der TSV tatsächlich so blamieren? Der Rückstand auf die Jungen Wilden der SGL blieb auch in der Folge meist zweistellig. Lediglich auf 28:22 konnte Wieblingen einmal "herankommen", falls man bei einer Differenz von sechs Zählern überhaupt von "herankommen" sprechen kann. Der Angriff blieb harmlos, die Abwehr zaghaft; Torchancen wurden vergeben, Ballbesitz verschenkt und die SGL zur einfachen Treffern eingeladen. Pascal Lang musste viel Lehrgeld zahlen bei seinem ersten längeren Landesliga-Einsatz.

Stenogramm: 1:0, 1:3, 4:3, 7:4, 8:7, 12:7, 17:10, 17:12 (Halbzeit), 22:12, 27:15, 28:22, 35:24.

Torschützen: Stefan Junkert 6, Ralf Laier 5/4, Tim Buchner 4, Uli Siegel 2, Sebastian Schank 2, André Hofstetter 2, Christof Neureither 1, Christian Dörr 1, Julian Müller 1.

Daniel Holl

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So, 10.10.2004, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord

TSV Wieblingen - HSG Mannheim 22:28

Eine Woche nach der unnötigen Niederlage in Reilingen offenbarte der TSV leider auch vor heimischem Publikum wieder die gleichen Schwächen. Zu wenig Spielfluss und Konsequenz im Angriff, mangelnde Aggressivität und Abstimmung in der Abwehr bedingten den zweiten Punktverlust in Folge: diesmal gegen die HSG Mannheim, trainiert von Wieblingens ehemaligem Torhüter Ralf Steckert.
Dabei fing es - wie in Reilingen - so aussichtsreich an: Nach 6 Minuten lag der TSV mit 4:0 in Führung, die Abwehr und Torwart Bastian Rautenberg arbeiteten tadellos, druckvolle Angriffe sorgten für einen komfortablen Vorsprung. Doch der schmolz rasch dahin - nach dem ersten Treffer fanden die Gäste aus Mannheim immer besser in die Partie und konnten dem TSV ihr schnelles Spiel aufzwingen. Beim 7:8 ging die HSG erstmals in Führung - und gab sie nie wieder ab. Wieblingen verstand es nicht, die von den Schiedsrichtern tolerierte Härte der Mannheimer in gleichem Maße zu erwidern und kassierte Treffer um Treffer. Im Angriff wurden höchstkarätige Chancen von allen Positionen vergeben - zu viele, um der bis dahin ungeschlagenen HSG ernsthaft gefährlich werden zu können. Schon zur Pause lagen die Mannheimer mit 10:15 in Führung.
Die zweite Halbzeit bot den Zuschauern im Sportzentrum West einige Aufregung - doch nicht mehr die erhoffte Wende. Hoffnung keimte auf, als Julian Müller - erst nach der Pause eingewechselt - in der 38. Minute in Unterzahl zwei Pässe abfangen konnte und jeweils Treffer per Tempogegenstoß erzielte. Dazu konnte Stefan Ruf, ex-Mannheimer im TSV-Tor, einige Schüsse seiner ehemaligen Mitspieler abwehren. Doch der Rückstand wurde nie geringer als zwei Tore (16:18 bzw. 18:20), anschließend konnte sich die HSG erneut absetzen. All zu oft verschenkte der TSV leichtfertig den Ballbesitz, während die HSG sich im Gegenzug keine Blöße gab. Anders als Wieblingen verstanden es die Gäste, der äußerst strengen Auslegung der Schrittfehler- und Stürmerfoul-Regeln seitens der Unparteiischen zu entgehen, indem sie mit schnellen Passkombinationen ihr Spiel aufzogen. Der TSV dagegen scheiterte mit seinen Einzelaktionen all zu oft am gut aufgelegten Mannheimer Torwart oder dem gnadenlosen Pfiff der Trillerpfeife. Im Angriff fehlten Selbstvertrauen und Killerinstinkt, beispielhaft daran zu erkennen, wie langsam der Ball selbst bei aktivem Ballgewinn von erster oder zweiter Welle nach vorne getragen wurde.
Zu spät setzte der TSV zur Schlussoffensive an. Selbst Ballgewinne aus einer offenen Manndeckung heraus führten nur selten zum Torerfolg; stattdessen kassierte man nach weiteren Ballverlusten noch einige leichte Gegentreffer.

Stenogramm: 4:0, 5:3, 7:5, 7:9, 8:12, 10:15 (Halbzeit), 11:17, 13:18, 16:18, 18:23, 20:23, 20:26, 22:26, 22:28.

Torschützen: Stefan Junkert 4, Julian Müller 4, Tim Buchner 4/1, Jürgen Reymann 3, Uli Siegel 3, Ralf Laier 3/1, Norbert Boese 1.

Daniel Holl

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So, 03.10.2004, 17.30 Uhr, Reilingen: Landesliga Herren Nord

TB Germania Reilingen - TSV Wieblingen 25 : 23

Nicht wieder zu erkennen war die "Erste" bei ihrer Auswärtspremiere beim TB Reilingen. Zu wenig Biss und Konsequenz in Angriff und Abwehr machten es den Gastgebern unnötig leicht. Dabei standen die Reilinger unter Druck, vor eigenem Publikum die Auftaktniederlage wett zu machen, während der TSV unbelastet hätte aufspielen können.
In Ansätzen viel versprechend war einzig die Anfangsphase: Nach 6 Minuten führte der TSV nach zwei Kontern und einem Strafwurf mit 0:3 - da hatte Reilingen noch nicht einmal einen Torschuss abgegeben. Doch die Euphorie verflog schnell - 5 Tore in Folge brachten die Gastgeber in Front. Durch zwei Unterzahltore von Tim Buchner - eines sogar in 4-gegen-6-Situation - konnte der TSV Anschluss halten und beim 6:6 wieder ausgleichen (16.). Doch wieder musste man abreißen lassen: In der Abwehr fehlte die nötige Konzentration, was Reilingen einfache Treffer nach Abprallern (22.) oder über klassische "Sperre mit Absetzen" (25.) ermöglichte. Schlimmeres verhinderten einzig die Torhüter Bastian Rautenberg mit vielen Paraden und Pascal Lang mit einem entschärften Siebenmeter (27.) Im Angriff verzettelte sich der TSV all zu oft in Einzelaktionen, so dass kein erkennbarer Spielfluss aufkommen konnte. Dabei erwiesen sich die einstudierten Spielzüge - wenn sie denn eingesetzt wurden - als sehr effektiv, wie beim schönen Anschlusstreffer von Stefan Junkert (9:8, 25.) Erst als Reilingen wegen eines Wechselfehlers eine Zeitstrafe kassierte, konnte Wieblingen durch Julian Müller ausgleichen (10:10, 28.). Eine Minute später brachte Ralf Laier den TSV sogar wieder in Führung - doch der TBG konnte mit dem Pausenpfiff den glücklichen 11:11-Ausgleich erzielen.
In Halbzeit 2 bot sich ein ähnliches Bild. Während der TSV-Angriff stockte und sich all zu viele Fehlwürfe leistete, konnte sich Reilingen erstmals deutlicher auf 19:15 absetzen (40.). Erneut war es eine (längst überfällige) Zeitstrafe gegen die Hausherren, die den TSV wachrüttelte. Aus einer offensiveren Deckung heraus wurde mit mehr Druck der Ball nach vorne getragen - Ralf Laier und Tim Buchner brachten Wieblingen bis auf ein Tor heran (19:18, 47.). Doch Reilingen konnte sich noch einmal fangen - trotz der dritten Zeitstrafe gegen Jochen Treiber (49.) - und zog von 21:19 (50.) auf 25:19 (57.) davon - das Spiel war praktisch entschieden. Wieblingen stellte zu spät die technischen Fehler und Fehlwürfe ein, um zum Endspurt anzusetzen: Vier Tore am Stück (zwei Tempogegenstöße, zwei Strafwürfe) konnten den Rückstand lediglich verkürzen. Der Ausgleich war längst außer Reichweite geraten.
Eine insgesamt verdiente, aber gemessen an den Leistungen der Vorbereitung unnötige Niederlage. Genau darauf wird sich die Mannschaft besinnen müssen, wenn nächsten Sonntag die noch ungeschlagenene HSG Mannheim im Sportzentrum West zu Gast sein wird.

Torschützen: Ralf Laier 11/5, Tim Buchner 5/1, Uli Siegel 2, Stefan Junkert 2, Thomas Dörr 1, Christian Dörr 1, Julian Müller 1.

Daniel Holl

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So, 26.09.2004, 17.30 Uhr, Sportzentrum West: Landesliga Herren Nord

TSV Wieblingen - TSV Birkenau II 29 : 22

Gegen die sehr junge Mannschaft aus Birkenau tat sich der TSV lange Zeit unnötig schwer. Dem 0:1 der Gäste setzte Spielführer Christian Dörr zwei Treffer durch Tempogegenstöße entgegen. Die Partie verlief anfangs recht torarm - in der 15. Minute stand es noch 4:2, als Uli Siegel einen Gegenspieler beim Tempogegenstoß von hinten anging und sofort des Feldes verwiesen wurde. Schon beim nächsten Wieblinger Angriff kassierten die Gäste eine doppelte und eine einfache Zeitstrafe. Den personellen Vorteil konnten die Wieblinger kaum nutzen: Birkenau glich beim 5:5 erstmals wieder aus; erst beim 11:8 (Pausenstand) wurde wieder eine 3-Tore-Führung herausgespielt. Highlight der ersten Hälfte: Der Treffer von TSV-Torhüter Bastian Rautenberg aus dem eigenen 6-Meter-Kreis - der gegnerische Torwart war zu weit aus seinem Kasten gekommen, um mögliche Steilpässe abzufangen, und konnte Bastis Wurf nur noch mit den Fingerspitzen berühren, aber nicht abwehren.
In der zweiten Hälfte stand die Abwehr des TSV fester, vor allem durch die Rückraumschützen Tim Buchner und Ralf Laier konnten sich die Gastgeber über 12:10, 15:11 und 21:15 absetzen und beim 25:15 sogar eine zweistellige Führung erzielen. Großen Anteil hatten auch die beiden Torhüter Bastian Rautenberg und Stefan Ruf, die zahlreiche Schüsse parierten, darunter 3 von 7 Strafwürfen.
Durch den komfortablen Vorsprung schlichen sich - allen Ermahnungen von Trainer Andreas Seganfreddo zum Trotz - einige Nachlässigkeiten ins TSV-Spiel ein. So konnte Birkenau sogar ein Konter-Tor in Unterzahl erzielen. Tim Buchner wurde in Manndeckung genommen, und einige fragwürdige Schrittfehler- und Siebenmeter-Entscheidungen des insgesamt auf beiden Seiten unsicheren Schiedsrichtergespanns taten ihr übriges, um ein weiteres Davonziehen der Gastgeber zu verhindern. Bis zum 28:18 blieb der Vorsprung konstant, dann konnte Birkenau vier Treffer in Folge setzen. Nach 56 Minuten kassierte Tim Buchner auch noch eine 4-Minuten-Strafe, was den Gästen die Ergebniskosmetik erleichterte.
Den Schlusspunkt markierte jedoch wieder Wieblingen, als Kreisläufer Norbert Boese in den Schlusssekunden aus dem Rückraum ins obere linke Eck traf.

Torschützen: Tim Buchner 12(3), Ralf Laier 6, Jürgen Reymann 3, Christian Dörr 3, Sebastian Schank 2, Norbert Boese 1, Bastian Rautenberg 1.

Daniel Holl

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